Logenplatz am Gletscher

Unter der bewährten Leitung von Alexander Rudnik startete die Gruppe am frühen Samstagmorgen am Auerbacher Vereinsheim. Das Ziel: „Hotel Roy“, das für die Auerbacher längst zu einem zweiten Zuhause geworden ist. Direkt an der Talabfahrt der Marmolada gelegen, bot es den idealen „Logenplatz“ für den Einstieg in das gewaltige Dolomiti-Superski-Gebiet mit seinen 1.200 Pistenkilometern.

Bereits der erste Skitag setzte Maßstäbe: Den Auftakt bildete für viele die legendäre, zwölf Kilometer lange Abfahrt vom 3.250 Meter hohen Ostgrat der Marmolada über das große Gletscherfeld bis hinunter ins Fedaiatal. „Ein unvergleichlicher Start in den Tag“, schwärmte der mitgereiste Abteilungsleiter Dr. Herbert Schuhmann beim abendlichen Fachsimpeln. „Wir sind regelmäßig die Ersten auf der Marmolada, hier kann dann jeder so schnell abfahren, wie er sich traut. “ Damit war auch die Frage nach sportlichem Abitionen weitestgehend geklärt.

Von der Seiser Alm bis zur Gebirgsjägertour

Das Programm der Woche ließ keine Wünsche offen. Während die Genussskifahrer die weiten Sonnenhänge rund um das Arabba-Gebiet erkundeten, suchten die sportlich Ambitionierten die Herausforderung auf den Weltcup-Pisten. Die „Gran Risa“ in La Villa und die „Saslong“ im Grödnertal forderten den Bergsträßern bei harten, aber griffigen Bedingungen alles ab. Kurz nach den olypmischen Spielen zeigte sich gerade die Saslong noch in gutem Zustand, sodass hier mindestens ebenbürtige sportliche Höchstleistungen zu begutachten waren, wie vor wenigen Wochen im zweiten deutschen Fernsehen.

Ein fester Bestandteil im Tourenbuch der TSV ist die „Gebirgsjägertour“. Der Weg führte die Gruppe über die Cinque Torri zum Lagazuoi. Die Abfahrt vorbei an der Scotoni-Hütte ist für die Auerbacher nicht nur wegen der landschaftlichen Kulisse, sondern vor allem wegen der kulinarischen Genüsse ein Muss. Bei Südtiroler Speck und regionalen Spezialitäten wurde neue Kraft für den Rückweg getankt. Auch die obligatorische Umrundung des Sella-Massivs – die berühmte Sellaronda – stand bei stabilen Hochdruckwetter auf dem Plan. Viele Teilnehmer sind Wiederholungsfahrer – sodass die Routen immer ausgefeilter sind, und die erstmaligen Teilnehmer ebenfalls schnell Anschluss und tolle Touren finden. Als Individualtourist ist das Skigebiet nicht so einfach zu erschließen. Die Geheimtipps blieben im Verborgenen.

Gemeinschaft wird großgeschrieben

Doch eine TSV-Skifreizeit definiert sich nicht nur über Pistenkilometer. Es ist das „Wir-Gefühl“, das die Abteilung auszeichnet. Ob beim gemeinsamen Gesangseinlagen auf der Hotelterrasse oder den geselligen Abenden im Hotel Roy – die Stimmung war prächtig. Vor 20 Jahren wurde das Hotel erstmals besucht, nun ist es ein fester Bestandteil im Programm.

Trotz der sportlichen Fahrt kehrten alle Teilnehmer weitestgehend wohlbehalten und mit sonnengebräunten Gesichtern an die Bergstraße zurück. Die Vorfreude auf die nächste Saison ist bereits jetzt spürbar.